Energielexikon beginnend mit D

Quelle: MWV (Mineralölwirtschaftsverband e.V.)

Fachbegriffe rund um das Thema Energie
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DASMIN

DESTILLATION

DICHTE

Die Dichte („spezifisches Gewicht“) von Mineralölprodukten oder Rohöl benötigt man zur Umrechnung von Volumeneinheiten (z.B. Liter) in Gewichtseinheiten (z.B. Kilogramm) oder umgekehrt. Die Dichte wird in der Mineralölindustrie bei 15°C (Rohöle, Leicht- und Mittelöle, Schmieröle, Heizöle) oder 25°C (Bitumen) bestimmt. Die Zahlenangabe der Dichte erfolgt entweder absolut in kg/cm3 oder kg/l oder in der Verhältniszahl zum Gewicht der gleichen Menge Wasser. Die so genannten API-Grade werden lediglich noch in den USA verwendet und weltweit zur Charakterisierung von Rohöl.

Dichte verschiedener Mineralölprodukte und von Rohöl in kg/l:

Ottokraftstoff Dieselkraftstoff Heizöl, leicht Heizöl, schwer Rohöl

0,71 – 0,78 0,82 – 0,86 0,82 – 0,86 0,92 – 0,99 0,80 – 0,95

Durchschnittliche Umrechnungsfaktoren
0,750,83 0,85 0,98 0,85

Einige wichtige API-Grade und die entsprechende Dichte:

API° 24 26 28 30 31 34 37 39 40 41 44

Dichte 0,910 0,898 0,887 0,876 0,871 0,855 0,840 0,830 0,825 0,820 0,806.

DIESELKRAFTSTOFF

Dieselkraftstoff wird aus den Kohlenwasserstoffen des Rohöls hergestellt, die im Bereich zwischen 200°C und 360°C sieden. Dieselkraftstoff gehört wie das leichte Heizöl zu den so genannten Mitteldestillaten. Die Qualitätsanforderungen für Dieselkraftstoff sind in der DIN EN 590 (früher: DIN 51 601) niedergelegt. Wie auch bei Ottokraftstoff sind auf der Grundlage des Auto/Öl-Programms die Anforderungen an Dieselkraftstoff verschärft worden. So wurde der Schwefelgehalt mit Wirkung vom 1. Januar 2000 europaweit auf 350 ppm limitiert. Laut EU-Richtlinie soll der Schwefelgehalt von Dieselkraftstoff ab 2005 nur noch 50 ppm (Bezeichnung: schwefelarm) betragen. Die Bundesregierung hat sich allerdings entschieden, Dieselkraftstoff mit höheren Schwefelgehalten bereits ab 1. November 2001 höher zu besteuern, um die Einführung schwefelarmer Kraftstoffe zu fördern. Ab 1. Januar 2003 soll die höhere Steuer für alle Kraftstoffe mit Gehalten über 10 ppm (Bezeichnung: schwefelfrei) gelten.

DIN-NORMEN FÜR MINERALÖL

Zur Sicherung, Gewährleistung und Überprüfung der Qualität von Mineralölprodukten aufgestellte Anforderungen und zur Untersuchung vorgeschriebene Analysemethoden (s. Ottokraftstoff, Dieselkraftstoff, Heizöl). Die Normen werden im Fachausschuss für Mineralöl- und Brennstoffnormung (FAM) im Deutschen Institut für Normung (DIN) von Herstellern, Verwendern und Behörden erarbeitet und werden zur Qualitätssicherung bei Geschäftsbeziehungen und als Grundlage staatlicher Regelungen (s. Kraftstoffqualitätsverordnung) verwendet (s. Normung).

DIVERSIFIKATION

auch Diversifizierung. Obwohl das Ölgeschäft weiterhin der wichtigste Betätigungsbereich der Mineralölgesellschaften bleiben wird, sind sie jedoch auch um Diversifikation bemüht. Diese findet ihren Ausdruck im Wandel der Gesellschaften von Öl- zu Energieanbietern. Außer im reinen Ölgeschäft ist eine Reihe von Mineralölunternehmen mit wachsenden Anteilen auf Gebieten wie Erdgasgewinnung und -vertrieb, Petrochemie, Kohleförderung und -veredelung, Gewinnung von Sonnenenergie und Geothermie, Erforschung alternativer Kraftstoffe sowie der allgemeinen Rohstoffprospektion tätig. Unter Diversifikation (Diversifizierung) wird außerdem das Bemühen um eine breitere geographische Streuung der Versorgungsquellen, z.B. von Öl und Gas, verstanden.

DOMSCHACHT

Durch eine Abdeckung in der Fahrbahn von Tankstellen verschlossener Schacht, über den die Füllöffnungen der unterirdischen Tanks/Tankabteile zugänglich sind. Der so genannte Dom im Scheitel der unterirdischen Tanks enthält neben der Füllarmatur auch einen Anschluss für die Gaspendelung und einen Peilstab zur Füllstandsmessung vor und nach der Belieferung.

Der Domschacht muss aus Gründen des Gewässer- und Bodenschutzes flüssigkeitsdicht ausgeführt sein.

Anstelle der Domschacht-Bauweise gewinnt an modernen Tankstellen zunehmend der Fernfüllschacht an Bedeutung, mit dem die Befüllung und Gaspendelung von einer zentralen Stelle aus über unterirdische Rohrsysteme erfolgt. Auch der Fernfüllschacht muss den Kriterien des Gewässerschutzes genügen.

DOWNSTREAM

engl. „stromabwärts“, Bezeichnung für alle Tätigkeitsbereiche im Mineralölgeschäft im Anschluss an die Ölförderung, s. Upstream, also Transport, Verarbeitung, Vertrieb, Forschung und Entwicklung.

DURCHSATZKAPAZITÄT

DÄMPFERÜCKFÜHRUNG

DÄMPFERÜCKGEWINNUNG

Siehe Gaspendelung

DÜSENKRAFTSTOFF