Energielexikon beginnend mit V

Quelle: MWV (Mineralölwirtschaftsverband e.V.)

Fachbegriffe rund um das Thema Energie
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VAKUUMDESTILLATION

Bei der Rohöldestillation (s. Raffinerieverfahren) wird Rohöl unter Atmosphärendruck destilliert. Dabei werden alle Bestandteile des Rohöls (Gas, Benzin, Petroleum und Gasöl) gewonnen, soweit ihr Siedepunkt unter der Arbeitstemperatur von etwa 370°C liegt. Bei höherer Erwärmung würde sich das Rohöl zersetzen.

Die Gewinnung weiterer Destillate erfolgt bei nur geringfügig erhöhter Temperatur, jedoch bei deutlich abgesenktem Druck (Vakuum). Als leichteste Fraktion wird Vakuumgasöl gewonnen, die schwereren Fraktionen werden entweder zur Herstellung von Schmieröl oder als Einsatz für Crackanlagen (s. Cracken; Konversionsanlagen) verwendet.

VAKUUMGASÖL

Leichtestes Produkt der Vakuumdestillation; ist in seinen Eigenschaften dem schweren Gasöl der atmosphärischen Rohöldestillation ähnlich.

VAKUUMRÜCKSTAND

Rückstandsprodukt der Vakuumdestillation. Vorprodukt zur Herstellung von Bitumen oder Petrolkoks bzw. Komponente des schweren Heizöls.

VAPOUR RECOVERY UNIT (VRU)

VAWS

VERARBEITUNGSKAPAZITÄT

VERGASERKRAFTSTOFF

Veraltet für Ottokraftstoff

VERSTROMUNGSGESETZE

Ziel der Verstromungsgesetze ist es, einen stabilen Einsatz von Gemeinschaftskohle in Kraftwerken zu erhalten und die Verwendung von Mineralöl und Erdgas zu begrenzen. Die gesetzlichen Maßnahmen sehen Investitionszuschüsse für den Bau neuer Steinkohlekraftwerke (Ende 1989 ausgelaufen) sowie Ausgleichszahlungen für die Mehrkosten des Einsatzes von Steinkohle gegenüber Öl und anderen Energieträgern vor (mit Jahresende 1995 beendet, s. Kohlepfennig) und beinhalten ein Verbot (mit Genehmigungsvorbehalt) für den Bau neuer Öl- und Gaskraftwerke. Seit Mitte der 60er Jahre wurden drei Verstromungsgesetze erlassen:

Gesetz zur Förderung der Verwendung von Steinkohle in Kraftwerken vom 12. August 1965: So genanntes Erstes Verstromungsgesetz (sieht überwiegend steuerliche Hilfen vor);

Gesetz zur Sicherung des Steinkohleeinsatzes in der Elektrizitätswirtschaft vom 5. September 1966: So genanntes Zweites Verstromungsgesetz (Zuschussregelungen für den Steinkohleeinsatz, Genehmigungspflicht des Heizöleinsatzes);

Gesetz über die weitere Sicherung des Einsatzes von Gemeinschaftskohle in der Elektrizitätswirtschaft vom 13. Dezember 1974: So genanntes Drittes Verstromungsgesetz (Einrichtung eines Ausgleichsfonds, Sonderregelungen für Mehrkostenausgleich, Quasi-Bauverbot für Öl- und Erdgaskraftwerke).

Die Verstromungsgesetze haben wesentlich dazu beigetragen, dass der Anteil des Öls an der Stromerzeugung der Kraftwerke (öffentliche und industrielle) recht niedrig geblieben ist; er beläuft sich auf deutlich weniger als 1% des gesamten Energieträgereinsatzes der Kraftwerke.

VISBREAKER

Siehe Cracken

VISKOSITÄT

Viskosität = Zähflüssigkeit, wichtiges Charakteristikum für Mineralölprodukte. Benzin und Petroleum haben niedrige, Dieselkraftstoff und leichtes Heizöl mittlere und Schmieröle hohe Viskosität in verschiedenen Abstufungen. Die Angabe erfolgt in mm2/s (Quadratmillimeter pro Sekunde), früher in cSt (Zentistoke).